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«Vier Trends bestimmen über die Mobilität am Reiseziel»

Peter Altmann von Amadeus hat für TRAVEL INSIDE exklusiv einige Trends aus dem Amadeus Mobility Report vorgestellt.

Für die Verbraucher reicht ein Mietfahrzeug alleine nicht mehr aus, um sich am Reiseziel unbeschwert individuell bewegen zu können. Sie wünschen sich eine gute technologische Infrastruktur für alle Informationen rund um ihre Reise und dies alles zu günstigen Preisen.

Dies sind einige der Trends aus dem Amadeus Mobility Report, den Peter Altmann, Vice President, Mobility and Travel Protection, Hospitality bei Amadeus, exklusiv TRAVEL INSIDE vorgestellt hat.

Der Individualverkehr der Ferien- und Geschäftsreisenden ist ein zentrales Element der Reisen. Daher ist eine Reaktion der Anbieter auf die neuen Ansprüche, Wünsche und Erwartungen der Verbraucher, die sich in den vergangenen Jahren verändert haben, essentiell.

Für die Analyse der Frage, wie Reisende heute und in Zukunft mit Mietwagen und Transfers umgehen, hat Amadeus im neuen Mobility Report 2024 innerhalb von drei Monaten weltweit rund 600 Personen befragt: Er sieht aufgrund der Untersuchung mehrere Trends, die die Zukunft des Mietwagenmarktes für Reisende bestimmen werden.

«Die komplette Industrie wird sich verändern», ist Peter Altmann überzeugt. Amadeus werde darauf reagieren und arbeite an der Erstellung einer langfristigen Strategie für die Zeit die bis 2030. «Grundlage für Innovationen bilden vier wesentliche Punkte.»

Die Kostenfrage steht ganz oben

Der grösste und wichtigste Entscheidungsfaktor bilden die Kosten des Mietfahrzeugs. 52% der Befragten wählen nach den Ergebnissen des Reports ihren Wagen nach seinem Mietpreis aus. «Das führt dazu, dass viele Kunden immer wieder den Vermieter wechseln. Es gibt wenige loyale Kunden», erklärt Altmann.

Nach Corona sei das Preisniveau sehr hoch gewesen, die Kunden hätten sich oft für kleine Anbieter entschieden. «Heute haben wir aber eine hohe Verfügbarkeit der Fahrzeuge, die Preise sind gesunken und die Preisunterschiede sind gering. Es gibt wieder eine Verlagerung hin zu den grossen Anbietern.»

Als zweites Kriterium für die Auswahl hat sich der Komfort herauskristallisiert, er steht für 47% an erster Stelle. Nur für 1% haben Fragen der Nachhaltigkeit Priorität und dies wird auch nur von Personen in Europa und dem Nahen Osten (EMEA) angegeben.

«In den vergangenen rund zwei Jahren standen Umweltfragen und Auswirkungen aufs Klima sehr im Fokus. Doch die Bedeutung hat verloren.» Die fehlenden Ladestationen und die Informationen über sie führten zu einer Verunsicherung der Kunden. «Die Industrie hat hier keine gute Arbeit geleistet. Es fehlt ein gemeinsamer Standard.» Die nachlassende Bedeutung der Nachhaltigkeit bestätigt auch eine Umfrage von Sunny Cars, nach der nur 5% bei der Buchung gezielt nach einem E-Fahrzeug suchen.

Autonome Fahrzeuge werden kommen

Gute Chancen böten sich den Anbietern durch die Entwicklung und ein grösseres Angebot von autonomen Fahrzeugen. «Sie bieten grosse Vorteile, denn sie können direkt zum Kunden kommen.» Dabei seien die Vermieter aber noch stark gefordert, denn bei den Verbrauchern herrsche immer noch eine zum Teil grosse Verunsicherung.

«Nur 10% haben das Vertrauen in die Fahrzeuge und ein gutes Gefühl bei der Fahrt.«24% fühlen sich wohl, aber 18% der im Rahmen des Mobility Reports Befragten sind bei der Idee, sich in den Ferien mit einem autonomen Fahrzeug zu bewegen, sehr unsicher. Die positiven Einschätzungen liegen in Asien/Pazifik und Amerika bei 31%, in EMEA bei 25%. Die Zurückhaltung in Europa basiert vor allem auf Fragen zu Rechtslage und Versicherungen. Doch Altmann ist sicher, dass die Fahrzeuge auf den Mietwagenmarkt kommen werden. «Aber der Zeitpunkt ist noch offen.»

Eine App für alles

Ein drittes wichtiges Ergebnis ist nach Altmanns Einschätzung die Übermittlung der Buchungsdaten. «Die Lösungen hierfür sind sehr stark fragmentiert, da sind Innovationen gefordert.» Es gebe aktuell nur wenige Apps, die alle Funktionen aus einer Hand anböten. «Oft sind für eine Reise fünf bis sieben unterschiedliche Apps erforderlich. Eine übergreifende Lösung fehlt.»

65% der Befragten wünschten sich aber ein Programm, das alle Daten und Services zusammenfasse. Es gehe um eine intuitive und nutzerfreundliche App, in der die Nutzer ihre Präferenzen hinterlegen könnten, mit Zugriff auf diversen Geräten und Plattformen.

Mehr Daten über das Reiseziel erforderlich

Die Reisenden wünschten aber in einer solchen technischen Anwendung auch zusätzliche und umfassende Informationen über die Destination. «Die Last-Mile-Challenge bildet für viele ein Problem bei der Übernahme eines Mietfahrzeugs.» Zu den Unsicherheitsfaktoren gehörten Währung, Bezahlung, Sprache, Mangel an Informationen, kulturelle Unterschiede, Sicherheit und die Reisebedingungen.

Eine Rolle spiele auch die Erschöpfung nach der Anreise. «Diese Probleme treten besonders in Ferndestinationen und in unbekannten Ländern auf.» Für 62% verschaffe ein im Voraus organisierter Transfer mehr Vertrauen und besseres Sicherheitsgefühl.

Quelle: https://abouttravel.ch/reisebranche/vier-trends-bestimmen-ueber-die-mobilitaet-am-reiseziel/

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